1400 Jahre Alsheim – die bewegte Geschichte

Alsheim kann in diesem Jahr ein außergewöhnliches Jubiläum feiern. Dies ist durch die Münzfunde der letzten Jahre eindrucksvoll belegt: In Alsheim war vor mindestens 1400 Jahren der Münzprägemeister Dedo tätig. Alsheim gehörte damit im Frühmittelalter zu den wichtigen politischen, wirtschaftlichen, kirchlichen und kulturellen Zentren der Region. Auch aus diesem Grund hat der Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin Prof. Dr. Bernhard Weisser die Schirmherrschaft unseres Festes übernommen.

Im Ort finden sich noch zahlreiche Spuren dieser langen Vergangenheit. Die ältesten architektonischen Zeugnisse stammen aus der Kirchengeschichte. In Alsheim gab es schon im Mittelalter zwei Kirchen. Zuerst die sogenannte Oberkirche St. Bonifaz (die heutige evangelische Kirche), über die das Stift Neuhausen die Patronatsrechte hatte, deren Entstehung bis in die karolingische Zeit zurückreicht. Dann die Unterkirche Mariä Himmelfahrt (die heutige katholische Kirche), deren Patronat seit dem 14. Jahrhundert zum Domstift Mainz zählte. Beide Kirchen beherbergen großartige Monumente: St. Bonifaz ist um einen Triumphbogen aus verschiedenfarbigen Sandsteinen erbaut, der auf die Zeit um 850 geschätzt wird. Berühmt ist die Kirche auch, weil sie durch die orientalische Form ihres Turms zu den sogenannten Heidenturmkirchen gezählt wird.

Das barocke Rathaus wurde 1739 mit Krüppelwalmdach und Dachreiter neu gebaut. In ihm befindet sich noch heute der Ratssaal und die Verwaltung des Ortes.
Außerhalb des Ortes befindet sich im benachbarten Weiler Hangen-Wahlheim die Kirchenruine Maria Magdalena aus dem späten 15. Jahrhundert, deren Restaurierung abgeschlossen ist. Zum Denkmalbestand des Ortes gehört auch das sogenannte Heljerheische unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Dorn-Dürkheim: ein Madonnenkapellchen aus dem 15. Jahrhundert.

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