Projekt „Interkulturelles Lernen“

An der Seebachschule Osthofen lernen aktuell Schülerinnen und Schüler aus einunddreißig verschiedenen Ländern gemeinsam. Die Migrationsrate liegt bei 54 %, somit stammen mehr als die Hälfte der Schüler und Schülerinnen aus Einwanderungs- oder Spätaussiedlerfamilien oder sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Das Thema Migration wurde soeben unter dem Aspekt des interkulturellen Lernens in einem besonderen Projekt umgesetzt. Die Projektidee kam von den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen. Unter dem Thema „Heimatländerforscher“ wurden sie von einer Berufspraktikantin im Anerkennungsjahr zur Erzieherin der Berufsschule BBS Ludwigshafen begleitet.

Die acht Schülerrinnen und Schüler aus dem Projektteam mit dem Namen „KLEVER“, präsentierten für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler und geladenen Gästen in der vergangen Woche die Ergebnisse.

Die „KLEVER“-Forscher entwickelten zahlreiche gestalterische Ideen und Maßnahmen wie die Erstellung eines Länderbuches, einer Menschenpuppe sowie einer Fotocollage, um die erlernten Aspekte darzustellen.

Seit Oktober 2018 beschäftigte sich das Team intensiv mit dem Thema. Die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen in den Herkunftsländern wurden erforscht. Das eigenständige Recherchieren im Internet und Fachbüchern ermöglichte den Kindern sich Wissen über ihre Herkunft anzueignen.
Die Kinder konnten sich der Unterschiedlichkeiten der eigenen Herkunft bewusst werden und dieses als bereichernd erleben. Sie konnten erfahren, dass wir eine Gemeinschaft von Menschen sind, die unter der Vielfältigkeit der Kulturen gemeinsam die Zukunft gestaltet und erlebt. Sie wurden dafür sensibilisiert, dass es sehr wichtig ist Toleranz und Akzeptanz für ein gutes Miteinander zu entwickeln. Somit wurde das Erlernen eines wertschätzenden Umgangs miteinander ermöglicht.

Es wird aufgezeigt, im Mittelpunkt steht der Mensch, trotz aller Unterschiedlichkeiten der Kulturen. Alle Menschen unterscheiden sich im Äußeren, doch sind sie sich im Innern mit Ihren Wünschen, Sehnsüchten, Ängsten und Träumen sehr ähnlich. Die Kinder und ihre Gäste konnten so erfahren, dass es bei allen Unterschieden viele Gemeinsamkeiten gibt und dass uns dies als Menschen verbindet.

Text: Seebachschule Osthofen