Austausch auf mehreren Ebenen Löwenschule Alzey empfängt Direktorin der Partnerschule aus Ruanda in Alzey

Bei ihrem Besuch in Alzey wurde Antoinette Makuta Katshuki aus Ruanda (Mitte) durch den Ruanda-Förderverein sowie die Löwenschule Alzey herzlich in Empfang genommen. Stellvertretend dafür (v.l.n.r.): Hans Joachim Müller, Christine Müller, Gudrun Siegel-Bruns, Jan-Simon Kretzer, Bürgermeister Christoph Burkhard. Foto: Förderverein Partnerschaft Ruanda Alzey-Worms e.V.

Auf ihrer Studienreise durch Rheinland-Pfalz besuchte Makuta Katshuki ANTOINETTE, Direktorin und Koordinatorin der ruandischen Einrichtung für Menschen mit Behinderung Ineza Kabaya, neben Landau auch die Volkerstadt Alzey. Sie folgte damit der Einladung des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Löwenschule Alzey, die seit dem Jahr 2015 auf Anregung des Fördervereines Partnerschaft Ruanda Alzey-Worms e.V. zu Ineza Kabaya eine enge Schulpartnerschaft pflegt. Nach den Besuchen der Schulleiterin der Löwenschule, Gudrun Siegel-Bruns, im Jahr 2016 sowie der Lehrkraft Jan-Simon Kretzer im vergangenen Jahr in Ruanda konnte sich Antoinette verbunden mit einem privaten Besuch bei der stellvertreten-den Vorsitzenden des Fördervereins, Christine Müller, an zwei Schultagen einen Überlick von der Arbeit in der hiesigen Einrichtung mit Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung verschaffen. Neben interessanten Eindrücken von der Unterrichtsarbeit lernte Antoinette spezielles Fördermaterial kennen und nimmt viele neue Ideen für ihre Schülerinnen und Schüler mit nach Hause. Viel Spaß haben ihr dabei insbesondere auch die Hospitationen in den Klassen bereitet. Die neugierigen Augen und Fragen der Löwenschulkinder zeigen, dass ein Austausch auf mehreren Ebenen gelungen ist. Mit Antoinette haben die Schülerinnen und Schüler aus Alzey nun ein Bild, welches sie mit ihrer Partnerschule Ineza Kabaya in Ruanda verbinden können. Abgerundet wurde das vielfältige Programm durch eine von Bürgermeister Christoph Burkhard, Vorsitzender des Fördervereins, organisierte Stadtführung sowie ein gemeinschaftliches Abendessen. Beeindruckt von der Schönheit der Stadt, den historischen Bauten, die man in Ruanda so nicht kenne, kehrte Antoinette nach Ruanda zu-rück, um Ineza Kabaya an den neu gesammelten Erfahrungen teilhaben zu lassen. Die Einrichtung Ineza Kabaya wurde im April 2005 von der Christ Memorial Church ge-gründet. Aktuell leben 45 Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigung in der Einrichtung – fünf davon auch während der Ferien. Zusätzlich werden 23 Kinder in den Hütten besucht und weitere 13 kommen tagsüber die Einrichtung. Mit Unterstützung von Landesmitteln konnte der Förderverein Alzey-Worms die alten Gebäude neu errichten.

Text: Förderverein Partnerschaft Ruanda Alzey-Worms e.V.