Autorenwettbewerb der Nibelungen-Festspiele: Junge Autoren diskutierten mit Fachjury über Stückentwürfe – Christian Holtzhauer als neues Jurymitglied berufen

Hintere Reihe v.l.: Jürgen Berger, Thomas Laue, Bettina Walther, Christian Holtzhauer und Feridun Zaimoglu. Vordere Reihe v.l.: Eva Maria Sommersberg, Jannik Koppenhagen, Thyl Hanscho, Matthias van den Höfel, Peter Thiers. Foto: Bernward Bertram

Am Montag, 4. Februar, stellten die fünf Nominierten Eva Maria Sommersberg, Thyl Hanscho, Peter Thiers, Jannik Koppenhagen und Matthias Van den Höfel im Wormser Tagungszentrum ihre Arbeiten der fünfköpfigen Fachjury des Nachwuchsautorenwettbewerbs der Nibelungen-Festspiele vor. Mit dabei: Der neu in die Jury berufene Christian Holtzhauer, Schauspielintendant am Mannheimer Nationaltheater und Künstlerischer Leiter der Schillertage. Gemeinsam mit Intendant Nico Hofmann haben die Wormser Nibelungen-Festspiele nun bereits zum dritten Mal einen Wettbewerb zur Förderung junger Autoren ausgerufen.

Bewerben konnten sich Autoren zwischen 18 und 35 Jahren, die noch nicht im Theater- und Verlagsbereich etabliert sind. Sie waren aufgefordert, sich kritisch und gegenwärtig mit dem Nibelungenstoff auseinanderzusetzen und sich konkret mit dem Thema „Hagen“ zu befassen. Die Stücke mussten bis zum 5. November 2018 eingesendet werden.

Insgesamt nahmen 42 junge Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Wettbewerb teil. Aus den eingesandten Beiträgen wählte die Jury, die sich aus dem freien Theater- und Literaturkritiker Jürgen Berger, der Lektorin und Co-Verlagsleiterin der Sparte „Theater & Audio” beim S. Fischer Verlag Bettina Walther, dem Dramaturgen und Künstlerischen Leiter der Festspiele Thomas Laue, dem Schauspielintendanten des Nationaltheaters Mannheim Christian Holtzhauer und Schirmherrn und Autor Feridun Zaimoglu zusammensetzt, ihre fünf Favoriten aus. Der neu in die Jury berufene Christian Holtzhauer gehörte vor seiner Berufung zum Schauspielintendant in Mannheim bereits der Leitung der Berliner Sophiensaele an, eines der wichtigsten freien Produktionshäuser im deutschsprachigen Raum. Er war als Dramaturg am Schauspiel Stuttgart engagiert und übernahm die künstlerische Leitung des Kunstfests Weimar, eines deutschlandweit bekannten Festivals für zeitgenössische Künste.

Bei dem Treffen am 4. Februar sprachen die nominierten Autoren Eva Maria Sommersberg aus Leipzig, Thyl Hanscho aus Wien, Peter Thiers aus Rostock, Jannik Koppenhagen aus Jena und Matthias Van den Höfel aus Witten gemeinsam mit der Jury über die Entwicklung der Handlung und der Figuren in den jeweiligen Stückentwürfen . Jetzt sind die Autoren aufgefordert, weiter an ihren Werken zu arbeiten und der Jury die Ergebnisse bis zum 1. Juni erneut vorzulegen.

Die nominierten und überarbeiteten Stücke werden dem Publikum am 13. Juli ab 18 Uhr während der diesjährigen Nibelungen-Festspiele Worms in einer szenischen Lesung präsentiert. Ausgelobt wird neben einem Hauptpreis von 10.000 Euro auch ein Publikumspreis von 2.000 Euro, den der Freundes- und Förderkreis der Nibelungen-Festspiele stiftet. Das Stück des Gewinners wird 2020 im Rahmen des Kulturprogramms der Nibelungen-Festspiele uraufgeführt.

Nibelungen-Festspiele Worms 2019
Mit Thomas Melle schreibt einer der gefragtesten deutschen Theaterautoren die Uraufführung für die Wormser Nibelungen-Festspiele 2019 unter der Intendanz von Nico Hofmann. In seinem Stück „Überwältigung“ stellt er die Frage, ob die Geschichte nicht auch ganz anders, besser ausgehen könnte. Das Schicksal wird auf den Prüfstand gestellt. Die Regisseurin Lilja Rupprecht, deren Inszenierungen derzeit an den großen deutschen Theaterhäusern zu sehen sind, wird Regie auf der Nordseite des Wormser Doms führen. Der Vorverkauf für die Nibelungen-Festspiele 2019 ist bereits gestartet. „Überwältigung“ wird vom 12. bis 28. Juli 2019 an 16 Abenden (Montag, 22. Juli spielfrei) aufgeführt.

Weitere Informationen und Tickets unter www.nibelungen-festspiele.de.

Text: Nibelungenfestspiele gGmbH

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*