Bechtheimer Fastnachtssitzung bringt die Gäste zum Lachen

Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Die Bechtheimer Fastnachtssitzung stand in diesem Jahr im Zeichen des Alten Chinas. Die Sport- und Kulturhalle war für die Sitzung des Bechtheimer Fastnachtsvereins 2000 gut gefüllt und nach dem Einzug des Elferrats, der anders als in den meisten Orten aus elf Frauen besteht, konnte der närrische Abend auch schon losgehen.

Die Mini-Garde legte mit ihrem Gardetanz los, bei dem die jüngsten Mädchen und Buben zeigen konnten, was sie zuvor lange trainiert hatten. Zusammen mit den älteren Tänzerinnen machten die Kleinen einen ausgezeichneten Job.

Die erste Büttenrede hielt Regina Janneck als Engel. Darin gewährte sie einen Jahresrückblick darüber, was sie von ihrer Wolke im Himmel über die Zeit hinweg in Bechtheim beobachtet hatte. Auch Kerstin Kammler stellte anschließend auf närrische Weise vor, was zuletzt in dem rheinhessischen Ort im Wonnegau passiert war. Die Ärztin sei immer noch da und die Patienten seien zufrieden. Das Haus Sieglinde ist leer und die Gaststätte ist im vergangenen Jahr geöffnet und wieder geschlossen worden. Auch der Platz vor der Basilika und das Torloch blieb unverändert. Nur die Winzerhalle werde renoviert, in die die Feuerwehr ziehen soll. Dort wurden allerdings neue Türen eingebaut, die nicht den Maßen der ausgerüsteten Feuerwehrleute entsprechen, sodass sich der Umzug verzögern wird. Kammler sieht Bechtheim als „Ort mit Vision“ und brachte gleichzeitig zum Ausdruck, dass der Datenschutz und einige andere Gesetze unter anderem den Weinbau und die Leute nerven. Nach einem dreifach donnernden Helau war die Büttenrede auch schon wieder vorbei.

Im Anschluss gab es eine Büttenrede von Jörg Janneck als Marie, die über die Probleme des Alters klagt. Neulich sei sie am Friedhof vorbeigegangen, da sagte das Smartphone-Navi: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ Außerdem fragte der Arzt bereits, wie sie sich ihren Tod vorstellt. Da sagte sie, sie wolle einschlafen und nicht mehr aufwachen, wie die Hermine. Das sei am schönsten. Auf keinen Fall will sie aber wie Marlene sterben. Die saß im Auto nebendran, als Hermine eingeschlafen ist.

Nach einer Schunkelrunde hatten Britta Deforth und Stefan Piehler ein Zwiegespräch miteinander. Stefan war der Azubi von Krankenschwester Britta. Nach dem Vortrag wollte wohl niemand mehr in ihre Krankenstation eingeliefert werden.

Zwischen den Büttenreden hatten die Tänzerinnen der Jugendgarde, der Ladies Night, der Zabatas und das Tanzmariechen Marina Machmer ihre sportlichen Auftritte. Alle begeisterten durch beeindruckende Moves und tolle Figuren und wurden am Ende mit viel Applaus belohnt.

Bewirtet wurde der Abend auch. Wein, Bier und Klopfer standen neben alkoholfreien Getränken auf der Karte. Zum Essen gab es belegte Brötchen, Pommes und weiteres.

In der zweiten Hälfte des Abends trugen Beke und Manfred Buscher mit einem Zwiegespräch, sowie die drei Pfarrer Heiko Heyer, Claudia und Andreas Schwenk mit einem Dreigespräch/-gesang zum Lachen im Saal bei. „Die drei vun de Kerch ohne Kontrabass“ klagten über freie Plätze in der Basilika und sehen es als ihre Mission an, die Kirche wieder zu füllen, bis kein Platz mehr frei ist. Ein volles Haus sei der Traum der drei Pfarrer.

Auch Stefan Döring, Bärbel, Heike, Marie und Angela hatten drei Beiträge für den zweiten Durchgang vorbereitet. Beim anschließenden Finale feierten alle Akteure des Abends miteinander auf der Bühne, ehe sie in den Saal marschierten und mit einer Polonaise die Aftershowparty einläuteten.

Alle Beteiligten sorgten an dem Abend und auch schon im Voraus und im Nachhinein für eine klasse Sitzung mit vielen lustigen Beiträgen. Aus wenigen Mitteln hat der Verein wieder viel gemacht und eine fünfstündige Sitzung gleich zweimal in diesem Jahr auf die Beine gestellt.

Text: Bjarne Dimmler/ Presseagentur Die Knipser