Deutsches Kinderhilfswerk und VCD rufen Schulen und Kitas zu Aktionstagen “Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten” auf

Foto: umwelthaus-kassel.de

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland unter dem Motto “Elterntaxi stehenlassen!” dazu auf, sich ab sofort zu den Aktionstagen “Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten” anzumelden. Während der Aktionstage zu Beginn des kommenden Schuljahres vom 17. bis 28. September 2018 sollen möglichst viele Kinder deutschlandweit zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule oder Kindertagesstätte kommen. Im letzten Jahr hatten rund 90.000 Kinder aus mehr als 4.400 Schulklassen in ganz Deutschland bei den Aktionstagen mitgemacht. Wer in diesem Jahr teilnehmen will, sollte sich auf der Webseite www.zu-fuss-zur-schule.de eintragen und erhält im Anschluss Informationen und Spielideen für die Aktionstage im September.

“Gehen Kinder zu Fuß zur Schule oder in die Kita, lernen sie, sich sicher im Verkehr zu bewegen und bekommen Freude am Laufen. Sie entdecken ihre Umgebung selbstständig, sammeln Energie für den Tag und können sich in der Schule besser konzentrieren. Mit den Aktionstagen wollen wir Eltern, Schulen und Kitas dazu ermuntern, Kindern diese Erfahrungen auf spielerische Weise zu ermöglichen”, sagt Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Gute Beispiele gibt es aus den vergangenen Jahren zuhauf: So können Schulen und Kitas während der Aktionstage zum Beispiel sogenannte Laufbusse organisieren. Hierbei werden an unterschiedlichen Stellen vor Ort Haltestellen vereinbart, an denen sich die Kinder aus der Nachbarschaft verabreden und gemeinsam zur Schule gehen können. Auch das Sammeln von “Laufpunkten” für jeden zu Fuß zurückgelegten Weg, auf den Boden gemalte Spiele oder selbstgemachte Aufkleber zur Kennzeichnung des Schul- und Kitawegs motivieren die Kinder, zu Fuß zu gehen.

Marion Laube, Mitglied des VCD-Bundesvorstands: “Die Autofahrt mit dem Elterntaxi bis direkt vor das Schultor wird oft mit der Unsicherheit des Schulwegs begründet. Dabei müssen sich Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, darüber im Klaren sein, dass sie genau damit unübersichtliche und gefährliche Situationen für alle Kinder hervorrufen. Gleichzeitig schaden Lärm und giftige Abgase aus dem Autoverkehr den Kindern. Wer seinen Kindern wirklich etwas Gutes tun will, der lässt das Elterntaxi stehen.”

Mehr Informationen:

Schulen und Kitas, die sich jetzt unter www.zu-fuss-zur-schule.de anmelden, können sofort beginnen, die Laufaktion im September gemeinsam mit den Kindern und Eltern vorzubereiten. Bis zum 31. August können sie ihre eigenen kreativen Ideen auch zu einem Wettbewerb einreichen. Ein Poster mit unterschiedlichsten Aktionsideen sowie weitere Materialien können auf der Website bestellt werden.

Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.

Die Verbände:
Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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