Diskussion über neues Kita-Gesetz

Kathrin Anklam-Trapp informiert über das neue Kita-Gesetz. Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Am Montag, den 30. November, fand in der Osthofener Kita „Arche Noah“ eine Dialogveranstaltung statt zu der die Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) erschienen ist, um in Osthofen das Kita-Zukunftsgesetz vorzustellen. Sie folgte der Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp.
Diesen Anlass nutzten zahlreiche Kita-Leiterinnen und machten ihrem Ärger und ihren Sorgen Luft.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Hubig informierte bereits bei zahlreichen Veranstaltungen über das geplante Kita-Zukunftsgesetz und nahm die Kritik und Anregungen gerne entgegen, sodass diese Überlegungen mit in das Gesetz einbezogen werden sollen.

„In der frühkindlichen Bildung ist Rheinland-Pfalz bundesweit Vorbild und Vorreiter“, so Anklam-Trapp.

Schon in 2020/2021 soll das neue Kita-Zukunftsgesetz in Kraft treten, und die am Gesamtsystem beteiligten Institutionen die bestmöglichen Bedingungen bieten. Zu diesem Zwecke sollen jährlich zusätzlich 62 Millionen Euro in frühkindliche Bildung investiert werden, so Hubig. „Das Gesetz sieht Beitragsfreiheit auch für Zweijährige vor und gibt Eltern einen Rechtsanspruch auf durchgehend sieben Stunden Betreuung. Außerdem soll jede Kita künftig ein Mittagessen für alle Kinder anbieten.“

Eingeführt werde außerdem ein einheitliches, platzbezogenes Personalbemessungssystem.

Für die Berechnung von Personal gebe es nur noch drei Platzkategorien: Unter-Zweijährige, Über-Zweijährige und Schulkinder bis 14 Jahre. Das pädagogische Gruppensystem jedoch bleibt so wie gehabt. Das neue Modell beruhe auf drei Elementen zur Personalausstattung: einem Sockelbudget für die Kita sowie einem Sozialraum- und einem Entwicklungsbudget für die Jugendämter, die damit Personal aufstocken sowie Sozialarbeiter oder Fachkräfte einstellen können.

Vor allem bei Krankheit sei die Situation schon jetzt katastrophal, weil Vertretungskräfte kaum zu finden seien, hieß es aus den Reihen der Kita-Leiterinnen. „Wir brauchen mehr Erzieherinnen und Erzieher, dann wird sich vieles ändern“, appellierte Klaus Willius, Ortsbürgermeister von Eich, für die Schaffung von Anreizen, die den Beruf attraktiv machen.

„Es sollte auch hinterfragt werden, ob Erzieherinnen, die Mütter geworden sind, bis zum 18. Lebensjahr ihres Kindes für dessen Betreuung zuhause bleiben können“, so Annemarie Loris, Leiterin der Wormser Kita Pusteblume.

Text: Eva Kröning/ Presseagentur Die Knipser

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