Eine Führung durch die Osthofener Handwerkskunst

Die Führung lehrte viel über das damalige Werkzeug der Winzer, Bauern und Handwerker aus Osthofen. Fotos: Mirco Metzler/ Die Knipser

Noch mehr als heute arbeiteten bis ins vergangene Jahrhundert viele Winzer, Bauern und Handwerker in Osthofen, die mit dieser Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienten. Einige klug durchdachten Maschinen und nützliche Werkzeuge halfen ihnen bei der Verrichtung ihrer Arbeit.

Wie diese Geräte im groben funktionierten und was die Akteure damit produzierten, erklärten die Osthofener Zeitzeugen am ersten Sonntag im Juni bei der Gästeführung durch das Osthofener Heimatmusseum, das im Laufe der Zeit selbst mehrere Funktionen inne hatte.

In dem alten Spritzenhaus stand auch mal der Leichenwagen und nach der Umfunktionierung zur Schmiede kam es zu der Idee, das Haus in ein kleines technisches Museum zu verwandeln. Im oberen Stockwerk sind die alten Werkzeuge des Schusters, Bäckers und Metzgers zu entdecken. Mithilfe eines Teigportionierers konnte der Bäcker aus einer Masse stets gleichgroße Brötchen backen.

Der Metzger hatte eine Schleifsteinmaschine um seine Messer zu wetzen. Auch Textilien der Rheinischen Dampf-Roßhaarspinnerei Siegel werden hier in einer Vitrine zur Schau gestellt. Auch ein Modell des ehemaligen Weißen Roßes, das früher dort stand, wo heute der Platz zur Kleinen Kirche ist, hat seinen Platz im Heimatmuseum gefunden.

Nach der Gästeführung lud noch das Weingut Blass zum Gruß aus Keller und Küche ein.

Text: Bjarne Dimmler/ Presseagtenur Die Knipser