Finanzministerin Doris Ahnen besucht IGS Osthofen KI 3.0: Erfolgsprogramm zur wesentlichen Aufwertung der kommunalen Infrastruktur

Rund ein halbes Jahrhundert ist sie schon alt – die Aula der Integrierten Gesamtschule (IGS) Osthofen, die mit 1.100 qm den Schülerinnen und Schülern sowie dem Lehrerkollegium rund um Schulleiter Thomas Maar Platz für Feierstunden, musikalische sowie sonstige kulturelle Proben und Aufführungen bietet. Seit einigen Monaten umringen jedoch meterhohe Gerüste die zweistöckige Aula und statt der Schüler gehen tagtäglich zahlreiche Handwerker ein und aus. Die energetische Sanierung des Aulagebäudes in Osthofen ist eines von rund 700 Projekten, die aktuell über das Kommunale Investitionsprogramm 3.0 (KI 3.0), Kapitel 1 staatlich gefördert werden.

„Das Kommunale Investitionsprogramm 3.0 ist ein Erfolgsprogramm. Damit wird die kommunale Infrastruktur wesentlich aufgewertet“, sagte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen anlässlich ihres Besuches an der IGS Osthofen. Das Programm, das mittlerweile zwei Kapitel umfasst, sei insbesondere deshalb attraktiv, da der kommunale Eigenanteil aufgrund der bis zu 90 prozentigen Beteiligung des Bundes an den förderfähigen Kosten relativ gering ausfalle. Das Land Rheinland-Pfalz ergänzt die seitens des Bundes zur Verfügung gestellten Fördermittel in Höhe von circa 253 Millionen Euro um weitere 31 Millionen Euro.

„Das Investitionsprogramm ist für den Landkreis Alzey-Worms eine große Chance, Investitionen anzugehen, die im Rahmen des Schulbaus nicht förderfähig waren“, so Landrat Ernst Walter Görisch, der sich nach dem letzten Besuch der Staatsministerin im September 2011 in Osthofen – damals noch im Amt der Bildungsministerin – über einen erneuten Besuch freute. Ziel der Sanierungsmaßnahme in Osthofen sei, die Aula auf den neuesten energetischen Standard zu bringen. Man strebe Energieeinsparungen von rund 30 – 40 Prozent an, berichtete Heike Lukas, zuständige technische Mitarbeiterin des Kreisbauamtes, während der Begehung der Baustelle. Man gehe derzeit von Gesamtkosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro aus (davon 1,2 Millionen förderfähig) und liege damit noch im geschätzten Kostenrahmen. „Neben der energetischen Sanierung der Aula schaffen wir auch gleichzeitig die Barrierefreiheit“, betonte der Kreischef. Dazu werden für rund 160.000 Euro ein Aufzug sowie Rampen installiert und die Sanitäranlagen bedarfsgerecht ausgestattet. Weitere 540.000 Euro fallen im Rahmen der Gebäudeunterhaltung (Brandschutz) an. Neben der Sanierung der Aula werden ebenso Baumaßnahmen an der Turnhalle des Schulzentrums Wörrstadt sowie an der Rheingrafen Realschule plus Wörrstadt über KI 3.0, Kapitel 1 gefördert. „Alle innerhalb des Landkreises gemeldeten Maßnahmen des ersten Kapitels befinden sich derzeit im Bau und sollen bis spätestens 2020 fertiggestellt sein“, betonte Landrat Görisch.

Im Jahr 2017 wurde seitens des Bundes das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) um ein zweites Kapitel ergänzt. Damit stehen insgesamt weitere 256,6 Millionen Euro zur Verfügung. „Gute Schulen brauchen eine moderne Infrastruktur, um den Schülerinnen und Schülern optimale Lernbedingungen zu bieten und sie für die Herausforderungen der Zukunft gut vorzubereiten“, so die Finanzministerin. Für das Schulsanierungsprogramm (2. Kapitel) lägen bereits circa 430 Projektanmeldungen vor. Auch der Landkreis habe für die gemeldeten Projekte bereits positive Signale hinsichtlich der Förderfähigkeit seitens des Finanzministeriums erhalten, freute sich Görisch und blickt optimistisch in die Zukunft der Schullandschaft innerhalb des Landkreises Alzey-Worms.

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