Freie Wähler Gemeinschaft stellt sich vor

Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Im Weingut Blum in Gundheim trafen sich am ersten Maisamstag viele FWGler und Interessierte, um sich das Wahlprogramm der freien Wählergemeinschaft näherbringen zu lassen. Sowohl kommunal, als auch überregional möchte die FWG in die Parlamente bzw. Räte gewählt werden. Innerhalb der letzten drei Jahre ist die Mitgliedszahl der Partei um 30 Prozent angestiegen. Die Verjüngung der FWG habe sie zuletzt mit 12 Prozent in den bayrischen Landtag gebracht, betonte Stephan Wefelscheid, der Landesvorsitzende der FWG Rheinland-Pfalz, der am 26. Mai in ganz Deutschland auf dem Europawahlzettel an dritter Position stehen wird. Ziel für ihn ist es, die EU-Außengrenzen vor illegalen Einwanderern zu schützen. Die europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, Frontex, muss mit über 10.000 Leuten in den nächsten Jahren gestärkt werden, um den Flüchtlingsstrom teilweise schon in Nordafrika vor der Mittelmeerküste aufzuhalten. Auch Europol soll gestärkt werden, damit die Strafverfolgung für die ausführende Gewalt nicht an der Landesgrenze endet, sondern auch von dort aus fortgeführt werden kann. Ein „europäisches FBI“ wünscht sich Wefelscheid.

Außer Wefelscheid wird auch Iris Peterek aus Gundheim bei den Europawahlen auf dem Zettel stehen. Ihr habe der Wahl-O-Mat vor zwei Jahren geholfen, die Freien Wähler zu finden. Seitdem setzt sich Peterek bei der FWG ein. Auf der Kandidatenliste in der Verbandsgemeinde Wonnegau steht sie auf Platz 6 und bei der Gundheimer Wahl sogar auf Platz zwei.

Kommunal möchte sich die FWG für eine familienfreundliche Politik in der VG, für die finanzielle Entlastung und die Gleichstellung der Ortsgemeinden, für eine vernünftige Finanzpolitik, für die Förderung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren, für die Modernisierung von Schulen und Kindergärten, für den bedarfsorientierten Ausbau der Schulstandorte, für die sichere Kinder- und Schülerbeförderung, für die Ermöglichung des Wohnens im Alter in der Heimatgemeinde, für die Unterstützung der Vereine und die Stärkung des Ehrenamtes und für die Instandhaltung und Erweiterung der Radwege sowie deren Einbindung in das regionale und überregionale Radwegenetz einsetzen.

Auch für Gundheim gibt es Ziele, wie die Einrichtung einer 30er-Zone am Kindergarten zwischen Kirche und Rathaus, der Aufbau eines Naturgartens für Gundheimer Kinder und die Sanierungen des „alten Bahnhofs“ und des Rathauses, um diese als LEADER-Projekt anerkennen zu lassen. LEADER ist ein Förderprojekt der EU für ländliche Räume mit Projektbüro in Alzey.

Zur Wahl stellen sich in der VG Wonnegau in folgender Reihenfolge:
Hans Werner Balz, Helmut Erbeldinger, Jutta Schick, Herwarth Mankel, Frank Wagner, Iris Peterek, Carina Dörfer, Dorothea Stauff-Schreiber, Bernd Weber, Kathrin Lingler, Karin Ahl, Arnold Nuß, Holger Janneck, Dr. Christiane Behm, Edgar Michel, Hermann Ebling, Martin Balz, Manfred Kratz, Dirk Emmich, Tobias Müller, Eckard Blaß, Petra Gölz, Dr. Rudolf Feile, Jutta Gottschall, Hermann Specht, Harald Pflaume, Walter Balz, Axel Metzmann, Birgit Hebensberger, Jürgen Vatter, Rolf Schiefner, Wilfried Lingler, Steffen van Wasen, Markus Winter, Andrea Höhn-Ledderhos und Thomas Bach.

Für Gundheim stellen sich folgende Personen auf:
Edgar Michel, Iris Peterek, Hermann Specht, Rainer Schreiber, Alex Krebühl, Florian Geeb, Peter Schreiber, Adalbert Schiedrich, Andrea Gau, Christian Baumgartner, Carla Blum und Thomas Peterek.

Bei Kaffee und Kuchen sowie rheinhessischen Spezialitäten stellten sich die Kandidaten den interessierten Wonnegauern vor.

Text: Bjarne Dimmler /Presseagentur Die Knipser