FWG vor Ort: Würdig altern in Westhofen

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FWG vor Ort“ wird das Haus Sophie besichtigt. Foto: Mirco Metzler/ Die Knipser

Im Rahmen der parteiinternen Veranstaltungsreihe „FWG vor Ort“ besuchen die Freien Wähler immer wieder Stationen des öffentlichen Lebens in der Verbandsgemeinde Wonnegau und wollen damit Nähe zum gesellschaftlichen Geschehen halten und Aufmerksamkeit schaffen. Als ehemaligem Bürgermeister der Stadt Westhofen bedeutet es Hans-Werner Balz eine besondere Freude, dass der aktuelle Außentermin ihn in das jüngst neu errichtete Haus Sophia verschlägt. Schon während seiner Amtszeit um die Jahrtausendwende entstanden Überlegungen, den Senioren einen wohnortnahen Alterssitz zu schaffen. Nun bietet die neue Einrichtung der Römergarten Residenzen ebendiese Möglichkeit den eigenen Lebensabend zu genießen ohne den angestammten Aktionsradius aufzugeben.

Der Leiter der Einrichtung Sascha Belter hat schon viel Erfahrung im Aufbau und der Etablierung neuer Häuser und so befindet sich auch sein neuestes Steckenpferd schon früh auf einem guten Weg. Aktuell habe man bereits 53 der angebotenen 77 Plätze vergeben können. Für Februar nächsten Jahres ist die Vollbesetzung angepeilt. Dann sollen alle 69 Einzelzimmer belegt und hoffentlich auch Eheleute für die vier Doppelzimmer gefunden sein. Auch abseits der Tagesordnung punktet der Hausherr mit kompetenter Beratung als eine interessierte Besucherin nach den unterschiedlichen Bezahlungsmodellen fragt. Der gute und stetige Kontakt zur aufnehmenden Gesellschaft liegt Herrn Belter am Herzen und ist ein notwendiger Katalysator für die Integration der Einrichtung. In diesem Zusammenhang freut er sich, infolge der Schließung des Haus Sieglinde in Bechtheim zahlreiche Bewohner und Beschäftigte aus der unmittelbaren Umgebung für das Haus Sophia gewinnen zu können. Ein Vorhaben, das für beide Seiten von Vorteil ist. Die Pflegekräfte können ohne größere Abstriche beim Arbeitsweg weiterhin ihrem Beruf nachgehen und den Senioren bleiben nach Bewältigung eines unkomplizierten Umzugs ihre vertrauten Ansprechpartner an ihrem Lebensmittelpunkt erhalten.

Wohlfühlen kann man sich hier allemal. Natürliche Farben prägen die freundliche Inneneinrichtung. Sonnenblumengelbe bis Citrusorangene Wände werfen viel Licht wieder zurück in den Raum und erhellen das Gemüt. Jedes Zimmer misst an die 25 Quadratmeter und darf im eigenen Stil möbliert und dekoriert werden. Ein altersgerechtes Bett haben alle Stuben gemein. Zur Gewährleistung der Barrierefreiheit funktionieren die nächtlichen Ruhestätten höhenverstellbar und sind mit einem druckentlastenden Lattenrost ausgestattet für diejenigen Bewohner, die doch einmal für mehrere Tage das Bett hüten müssen. In der geräumigen Nasszelle sorgt die besonders grobe Körnung der Bodenfliesen für eine angeraute Trittfläche und leistet nützliche Hilfestellung bei der Erledigung der täglichen Hygiene. Auch die Stationszimmer bergen ungekannten Komfort im Vergleich zu anderen Einrichtungen. Hier besteht für die Angestellten immer auch die Möglichkeit zu einer Verschnaufpause und für die Portionierung der Medikamentenausgabe steht ein separater Raum zur Verfügung. Entlang der weitläufigen und liebevoll herbstlich dekorierten Flure finden sich einige „Trinkoasen“, wo die Bewohner auf ihren Wegen durchs Haus kurz Rast machen und einen Schluck Wasser trinken können. Die bunten Sessel laden ein sich niederzulassen und den traumhaften Ausblick auf den nächstgelegenen Reiterhof zu genießen. Wie im Flug vergeht die Zeit beim Studieren dieser anmutigen Tiere. Wem die Perspektive in die Natur weniger zusagt, der findet Anschluss im gemeinsamen Wohnzimmer. Von der Schrankwand lockt ein Fernsehgerät in Überbreite, das bereits zur Fußballweltmeisterschaft seinen Zweck mehr als erfüllte.

Das überzeugende Konzept darf allerdings nicht für sich stehen, sondern braucht die Akzeptanz und Mitwirkung der Westhofener Bürger. Für Sascha Belter steht jetzt schon fest: „Die Westhofener wollen das Haus.“ Davon zeugen die unzähligen Besucher an den abgehaltenen Infotagen und dem gemeinsamen Gottestdienst. Für die nahe Zukunft wird beabsichtigt, mehr Messen zusammen zu verbringen. Dafür steht Herr Belter schon in Gesprächen mit den Vertretern der Gemeinde. Außerdem gibt es einen guten Kontakt zu den Kindertagesstätten aus der Region. Hier sind generationenübergreifende Veranstaltungen in Planung. Auch abseits eines Engagements in der Kirche oder einem Verein spricht das Haus Sophia eine herzliche Einladung an alle Bürger aus, ein Stück Kuchen und ein Heißgetränk in der hauseigenen Cafeteria zu genießen.

Auf einer hölzernen Sitzbank vor dem Eingang ins Gebäude sitzt eine ausgeglichene Dame und zieht zufrieden an ihrer Zigarette. Lange Zeit hatte sie sich gegen den Umzug gewehrt und alleine das Haus gehütet bis schlussendlich die Erkenntnis kam: „Wieso soll ich alleine zuhause sitzen? Ich kann auch in meinem Alter noch neue Leute kennenlernen und immer noch Spaß haben!“ Recht hat sie.

Text: Dennis Maus/ Presseagentur Die Knipser

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*