Gute Mitarbeiterführung erhöht die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte

„Eine Schlüsselrolle im Bereich der Fachkräftesicherung in der Pflege besitzen die Führungskräfte in den Pflegeeinrichtungen. Denn eine gute Mitarbeiterführung erhöht die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte“, betonte Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Auftaktveranstaltung des Landesprojektes „Führung im Krankenhaus II“ in Mainz.

Ein Handlungsfeld der „Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0, 2018-2022“ ist die Unterstützung der Einrichtungen der Pflege beim Ausbau von attraktiven Beschäftigungsbedingungen in der Pflege. Die Landesregierung unterstützt aus diesem Grund im Landesprojekt „Führung im Krankenhaus II“ insgesamt 25 Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz dabei, die Führungskompetenzen ihrer Leitungskräfte zu optimieren und dadurch die Arbeitsbedingungen zu verbessern. „Wir brauchen eine gute Führungs- und Unternehmenskultur, damit die Pflegekräfte länger gesund und motiviert im Beruf arbeiten“, so die Ministerin weiter.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krankenhausinstitut werden in diesem Projekt Führungskräfte des Pflege- und Funktionsdienstes in mitarbeiterorientierter Führung geschult und gecoacht. Mitarbeiterorientierte Führung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Führungskraft als Vorbild agiert, verlässlich und vertrauenswürdig ist und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wertschätzung ihrer Arbeit vermittelt. Das Konzept wurde bereits im Landesprojekt „Führung im Krankenhaus I“ im Zeitraum 2015-2018 erfolgreich erprobt und wissenschaftlich begleitet.

An der Veranstaltung nahmen rund 50 Interessierte aus verschiedenen Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz und die Partnerinnen und Partner der Fachkräfteinitiative teil. Dazu zählten unter anderem die Vertreter der Landespflegekammer und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Auf der Auftaktveranstaltung informierte das Deutsche Krankenhausinstitut über die Ergebnisse des Vorgängerprojekts und eine Teilnehmerin berichtete über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung im praktischen Alltag auf der Station. „Klassische Führungsweisen, die ausschließlich mit Anweisung und Kontrolle arbeiten, genügen den heutigen Herausforderungen in der Pflege nicht mehr. Leitungskräfte, die mitarbeiterorientiert führen, gelingt es besonders gut, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und ans Unternehmen zu binden“, erklärte Bätzing-Lichtenthäler.

Gesundheitstakt

In der rheinland-pfälzischen Gesundheitspolitik hat die Sicherung einer wohnortnahen medizinischen und pflegerischen Versorgung höchste Priorität.

Die Landesregierung tritt dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger den gleichen Zugang zu hochwertiger und bezahlbarer medizinischer und pflegerischer Versorgung haben, egal ob sie in einer Stadt oder in einer ländlichen Region in Rheinland-Pfalz leben. Daher fördert das Land die systematische Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung sowie neue Behandlungskonzepte.

Im Rahmen des Gesundheitstaktes RLP besuchen Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm unterschiedliche Einrichtungen, Angebote und Veranstaltungen, die dazu beitragen, die medizinische und pflegerische Versorgung in Rheinland-Pfalz auf hohem Niveau sicherzustellen.

Text: RLP Landespressedienst