Heringsessen bei der SPD Neujahrsempfang im katholischen Pfarrzentrum

Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Mit einer Eröffnungsrede von Frau Unselt, der Vorsitzenden des Ortsvereins der SPD Osthofen, über die schwierigen Zeiten in der Partei, vor allem auf Bundesebene, wurden die Genossinnen und Genossen im katholischen Pfarrzentrum begrüßt. Darin erinnerte sie auch an den verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Hans-Herrmann Seelig, der die Idee für das Heringsessen beim Neujahrsempfang hatte. „Wirklich tot ist man erst dann, wenn keiner mehr an einen denkt“, zitierte Angelika Unselt den Satz aus der Kinderserie „Laura’s Stern“. Es sind nur noch 15 Monate bis zu den Kommunalwahlen, in denen es zu zeigen gilt, warum die Menschen die SPD wählen sollen. Der Vorteil einer Talsohle sei es, dass es irgendwann wieder nach oben gehe.

Nach der Eröffnungsrede übergab Unselt das Wort an die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. Sie sprach davon, dass es die Politik in der SPD ausmache, für die anderen zu kämpfen und nicht nur für sich selbst. Das Problem auf der Bundesebene sei der interne Streit und der fehlende Respekt, wegen dem bei den Sozialdemokraten schon viele „Köpfe rollten“. Anklam-Trapp stellte die Frage, ob die SPD noch gebraucht wird. In Skandinavien gebe es mittlerweile keine sozialdemokratische Partei mehr. Ihre Antwort lautete „Ja“. Sie freue sich über die 42 neuen Mitglieder, die sich im Raum Alzey-Worms dazu bereiterklärten, der Partei beizutreten und sich für die Region zu engagieren. Sie sei für die GroKo. Denn Neuwahlen seien für Merkel leichter, als für die SPD in diesem Zustand. Zum Abschluss ihrer Rede lobte Anklam-Trapp den Stadtbürgermeister für seine Politik in der „Zuzugsstadt“ und dankte den Mitgliedern im Voraus, die an diesem Abend, für ihre langjährige Mitgliedschaft, noch geehrt werden sollte.

Als Vertreterin der Jusos war Patricia Seelig anwesend. Sie lobte die gute Zusammenarbeit der SPD und der Jusos in Osthofen und auch in Rheinland-Pfalz und wünsche sich, dass der Zusammenhalt auf Bundesebene ebenfalls so stark sei, wie in der Heimat. Ebenfalls, wie die Landtagsabgeordnete, kritisierte sie das „Köpfe-Rollen“ in der Partei. Sie habe das Vertrauen in den Parteivorstand und in den der Jusos verloren. „Wir sagen „Nein“ zur GroKo.“ Mit diesem Satz begann und beendete Seelig ihre Rede.

Zu guter Letzt fokussierte sich Thomas Goller auf die „kleine Politik“. Er sei stolz darauf, was er zusammen mit dem Stadtrat in den letzten zwei Jahren erreicht habe. In der Kita Regenbogen entstünden seit einem halben Jahr 2 neue Gruppen und eine Mensa, um mehr Kindern einen Kitaplatz zu ermöglichen. Auch die Seebachschule und die Kita Rappelkiste wurde von der Stadt abgekauft. Die Seebachschule biete ideale Bedingungen für einen Kindergarten mit acht Gruppen. Auch ein Jugendhaus, für dessen Förderung sich die Stadt bei der ADD einsetze, sei denkbar in der Grundschule. Auf dem Festplatz soll hingegen nur noch entschieden werden, ob neben der zukünftigen Osthofener Grundschule eine Sporthalle mit zwei oder drei Feldern entstehen soll. Mit den Projekten soll die Verbindung zur Stadt gefördert werden. Goller freue sich auch, dass die Firma Nestlé in zwei Wochen beginne, ein zweites Gebäude für rund 50 Millionen Euro zu bauen und sich so an Osthofen bindet. Die Firma habe sich dafür entschieden, den Standort in Mainz zu schließen. Das Ziel sei es das Gewerbe in Osthofen zu halten. Wenn es erstmal weg sei, sei es schwer zurückzuholen. Für das Hochwasserproblem gäbe es eine Lösung. Gegenüber dem Gesundheitszentrum, das die Infrastruktur in der Stadt verbessert hat, wird aktuell ein Gebäude abgerissen. Auf dem Platz soll ein Parkplatz entstehen, unter dem ein unterirdisches Becken das Hochwasser auffangen wird. Mit dem Abriss des Katzenwadls wird ein anderes großes Problem in Angriff genommen. Auch hier wird ein Parkplatz gebaut, um die Friedrich-Ebert-Straße, durch die sich täglich 11.000 Autofahrer quälen, zu entlasten. Thomas Goller macht auch Werbung für den Stadtrat. Wer Lust habe, sich konstruktiv einzubringen, könne dem gerne beitreten. Der Stadtrat stünde geradlinig hinter seinen Entscheidungen. Bevor das Wort wieder an Frau Unselt übergeben wurde, sagte er noch, dass er gerne weitermachen wolle als Bürgermeister.

Im Anschluss konnte der Verein auch ein neues Mitglied willkommen heißen. Danach wurden Herr Berger für 40 Jahre Mitgliedschaft, sowie Frau Scherer und Herr Eschenfelder für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie wurden nicht nur für ihre Mitgliedschaft geehrt, sondern auch für das Engagement, das sie der Partei in dieser langen Zeit entgegenbrachten.

Nach den Ehrungen wurde das Buffet zum Heringsessen mit Pellkartoffeln eröffnet. Dazu gab es auch Brot und Blutwurst. Bei leckerem Essen und gutem Wein ließen die Genossinnen und Genossen den Abend ausklingen.

Text: Bjarne Dimmler/ Presseagentur Die Knipser

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