KiTas: iPads & Seminare für qualifizierte Arbeit mit Kindern

Foto: wsj.com

Auch künftig werden Bildung und Weiterbildung bei der Stadt Oppenheim groß geschrieben. Vor allem was die kleinsten und kleinen Oppenheimerinnen und Oppenheimer betrifft. In diesem Sinne plant Stadtbürgermeister Walter Jertz (parteilos), in enger Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule, gleich drei Seminare zur Förderung der Medienkompetenz sowie zur Sprachförderung und interkultureller Kompetenz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen KiTas.

„Nach den einschlägigen tariflichen Bestimmungen des TVöD (VKA) ist die Stadt verpflichtet, die Erzieherinnen und Erzieher im Rahmen der regelmäßigen durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Kalenderjahr 19,5 Stunden zu qualifizieren. Dem kommen wir sehr gerne nach. Deshalb haben wir mit der Kreisvolkshochschule mehrere Veranstaltungen vereinbart, die allgemein vom Stadtrat in der Sitzung am 28. Mai 2018 im Zusammenhang mit der Integrationspauschale beschlossen wurden“, erklärt Jertz. Ebenfalls wurde durch Stadtratsbeschluss, auf Antrag der Alternativen Liste (AL), entschieden, mittels der Integrationspauschale, 13 iPads anzuschaffen.

An jeweils zwei Tagen zu je vier Unterrichtsstunden steht zunächst der der „iPad – Grundkurs“ an. Darin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Apples mobilem, multimedialem Alleskönner vertraut gemacht. „Die Geräte sind weitgehend selbsterklärend und relativ einfach zu bedienen, wenn man den Bogen erst mal raus hat. Damit eignen sie sich auch für Interessierte ganz ohne Computerkenntnisse. Wir erlernen den Umgang mit den Geräten, üben das Navigieren wie wischen, tippen usw. Grundbegriffe und Fachwörter, telefonieren – auch mit Bild – das Schreiben von E-Mails, fotografieren, der Gang ins Internet und das Benutzen von Suchmaschinen stehen dabei als Grundlagen auf dem Plan. Das Thema Sicherheit läuft dabei immer mit“, weiß Medienpädagogin und Seminarleiterin Anja Thimel. „Das iPad und die dazugehörigen, oft kostenlosen Apps (z.B. Übersetzungsapps) eignen sich sehr gut, um mit Eltern ohne ausreichende Deutschkenntnisse zu kommunizieren oder einfache Erklär-Videos zu produzieren. Die Apps sind unkompliziert in der Anwendung und sparen Zeit. Darüber hinaus sind pädagogische Fachkräfte zunehmend gefordert, Bildungsprozesse zu dokumentieren. Das gilt besonders für die Sprachentwicklung von Kindern mit
Migrationshintergrund“, skizziert der Zweite Beigeordnete Dieter Fischer (parteilos) die
Vorteile der Schulung, an die sich der darauf aufbauende Kurs „Grundlagen der Videoarbeit mit dem iPad für Erzieher und Sprachförderkräfte“ anschließt.

Weiterhin plant die Stadt das zweitägige Seminar „Mit Kindern im Gespräch“, in dem die Teilnehmer Einblick in den Aufbau des neuen Konzeptes zur Sprachförderung in Kindertagesstätten, das seit 2018 vom Land entwickelt wurde, erhalten sollen. Ebenso steht, ebenfalls für die Dauer von zwei Tagen, eine Schulung zu „Interkultureller Kompetenz und Sprachförderung“ auf dem städtischen Weiterbildungswunschzettel. In diesem Seminar lernen die Teilnehmer die Grundlagen des Spracherwerbs bei ein- und mehrsprachigen Kindern kennen und vertiefen die Kenntnisse über die Stufen der sprachlichen Förderung. Die Bedeutung der Erstsprache für die Identitätsentwicklung sowie Informationen zum Zweitspracherwerb sind weitere Themen.

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