Liebe in Dosen Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Gimbsheim besuchte die „Manufaktur Reinhard“ und staunte über das ausgefeilte Handwerk.

FWG zu Gast bei der "Manufaktur Reinhard" (v.l. Simone Klös, Wolfgang Christ, Matthias Klös, Andrea Blüm, Conny Heller, Gabriele Reinhard. Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

„Liebe in Dosen“ – das klingt verrückt? Gabriele Reinhard und Andrea Blüm machen es möglich. Mit Liebe zum Beruf und zur guten Küche bieten die beiden Frauen eine Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten. Ihr Angebot erstreckt sich über Chutneys und Likören, hin zu der eigentlichen Besonderheit des Hauses: Dosenkuchen. Wer jetzt an alte Konserven denkt, die über Jahre im Regal stehen, liegt falsch. Kreative Zutatenzusammensetzungen und natürliche Inhaltsstoffe machen den Dosenkuchen der beiden Frauen zu kleinen Besonderheiten, deren Bekanntheit nicht nur bis an die Gimbsheimer Ortsgrenzen reicht, sondern sich mittlerweile bis zur Bundeswehr und das Ausland erstreckt.

Von der „Manufaktur Reinhard“ wollte sich nun vergangene Woche auch die FWG Gimbsheim ein Bild machen. Im Frühjahr tritt die FWG mit ihrem Ortsbürgermeisterkandidaten Matthias Klös bei der Kommunalwahl an. Den Wahlkampf nutzt die Partei, um mehr über die örtlichen Betriebe zu erfahren und die Menschen, die hinter diesen stehen. In diesem Zug besuchte ein Teil der Fraktionsmitglieder die „Manufaktur Reinhard“, darunter neben Ortsbürgermeisterkandidat Matthias Klös auch Conny Heller, Simone Klös und Wolfgang Christ. Gründerin Gabriele Reinhard und Andrea Blüm, Angestellte des Betriebs seit drei Jahren, empfingen die Gäste mit einem herzlichen Lächeln und nahmen die Anwesenden in ein Stück Gründungsgeschichte mit. Der Betrieb wurde vor acht Jahren von Gabriele Reinhard gegründet. In ihrem Bürojob fehlte es ihr irgendwann an Herausforderung und Freude. In ihrer Leidenschaft, dem Kochen und Backen, fand sie ihre Berufung. Durch ihren Mann fasste sie schließlich den Mut, sich selbstständig zu machen und kann nun auf ein florierendes Geschäft blicken. Der Start, das gibt Gabriele Reinhard zu, war zunächst etwas schwierig. Doch das liebevoll eingerichtete Geschäft kann sich seit Beginn über einen ständig wachsenden Kundenkreis freuen. Nicht zuletzt machte dies die enge Kooperation mit Brauereien, Whisky-Destillerien und Weingütern in ganz Deutschland möglich. Auf Wunsch kann Gabriele Reinhard verschiedene Ideen der Kunden in ihrer Backstube umsetzen und kreiert Variationen wie Whiskey- oder Bierkuchen. Mit der Zusammenarbeit der Firma „Wondercake“ konnte die „Manufaktur Reinhard“ die Dosenkuchenproduktion schließlich auf die Spitze treiben. Mit der von „Wondercake“ gestifteten Dosen-Schließmaschine über 700 Kilogramm, die von den Frauen liebevoll „Herbert“ genannt wird, befüllen die beiden Damen rund 1000 Dosen am Tag. Für den Teig sind keine Konservierungsstoffe notwendig, denn durch das Backen in der Dose und die Vakuumversiegelung können Keime nicht in das Innere eindringen. Bald soll noch eine dritte Maschine hinzukommen, um die Arbeitsabläufe weiter zu erleichtern. Doch auch mit einer zusätzlichen Maschine wird das eingespielte Team weiterhin viel zu tun haben. Auf die Arbeitsstunden schauen die beiden schon lange nicht mehr und die Freude zum Beruf und die Leidenschaft für das eigene Geschäft lassen auch über den gestrichenen Urlaub hinwegschauen. Bei allem Wachstum ist der Kuchen immer noch „mit Liebe gemacht und das schmeckt man einfach“, beschreibt Gabriele Reinhard ihr Handwerk. Und darauf kommt es schließlich am Ende an. Zum Schluss des Besuches führten die Frauen die FWG Mitglieder durch die Manufaktur, vom Empfangsraum bis nach hinten in die Backstube und schlossen den Nachmittag mit einer kleinen Verkostung des kulinarischen Angebots ab.

Text: Katarina Schröder/ Presseagentur Die Knipser

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