Mit „Festival der Künste“ in eine neue Welt

Foto: Jannik Reinecke/Die Knipser

Über zwei Tage hinweg erschafften sich die über 20 anwesenden Künstler mit ihren Ausstellungen und Präsentationen ihre eigene künstlerische Welt innerhalb der Stadt Westhofen, die bunter und vielreicher nicht sein könnte und den Ort wahrlich zu einem richtigen Kunstort umges taltete. Mit altbekannten und neuen Künstlern als auch tollen Weinen und großartiger Musik machte das „Festival der Künste“ das Wochenende zum Highlight aller Kunstliebhaber, die die Besucherzahlen des letzten Jahres nochmal überstiegen.

Doch auch die Künstler nahmen sich in ihrer Vielfalt nichts weg. Von moderner Kunst, Druck und Handwerk bis hin zur Fotografie, Zeichnungen und Malerei waren zahlreiche künstlerische Kreationen entworfen und ausgestellt worden, die von den staunenden Besuchern gerne angenommen wurden. Hierbei erkennt man immer wieder, wie unterschiedlich Künstler ihre Arbeit verrichten und wie sehr doch, selbst bei selber Kunstart, die Geschmäcker und Ideen variieren.

Doch auch die Jüngsten unter uns profitierten von der Kunst nicht nur durch das bloße Anschauen, sondern ebenfalls durch tatkräftige Mitarbeit. Vertreten waren verschiedenste Möglichkeiten und Kunstrichtungen, die den Kindern je nach Geschmack Neues näherbrachten. So fertigten die Kinder in der Zauberschmiede Kunstwerke an oder bastelten gemeinsam Boote für die Seebachquelle. Ein besonderer Touch im Programm ergab sich ebenfalls durch die Aktion “Karten gestalten und drucken” des kleinen Gutenberg und Buero Obenland. Hierbei erhaschen die Kinder einen historischen Rückblick in Kombination mit einem nostalgischen Touch, den man nur noch selten miterlebt.

Bunte Kunstorte und einfallsreicher Kunstplan
Genutzt wurde jegliche Örtlichkeit, die einem bereitstand. Von Scheunen, Weingütern über versteckte Gassen zu den alten Ruinen, neben der Erkundung der Kunstrichtungen erhaschte man auf seinen Weg einen breiten Einblick in das Ortsleben und dessen versteckten Szenerien. Sowohl die Kirchengemeinden, die Ortsverwaltung und die Weinkontoren stellten viele dieser Schauplätze wie viele andere Unterstützer mit Freude für die Künstler bereit. Lediglich die Orientierung durch die Örtlichkeit stellte dem einen oder anderen Auswärtigen eine Herausforderung dar. Glücklicherweise machte es eine Karte in der Hand und natürlich der errichtete Info-Post in der Ortsgemeindeverwaltung das Orientieren direkt leichter.

Vollen Zugang zu allen Bereichen und Veranstaltungen ermöglichte ein spezieller Festival-Button für gerademal sechs Euro. Ohne große Umstände konnte man sich diesen entweder an allen Veranstaltungsorten oder an der Infothek am Osthofener Bahnhof aneignen. Insbesondere dient dieser Button jedoch neben den Sponsoren als Stütze für die Finanzierung des Festivals, der für die Besucher ebenfalls eine schöne Erinnerung an das Festival darstellt. Der Eintritt zu Entdeckermarkt, Park und Seebachquelle blieb weiterhin frei.

Musik für alle Geschmäcker
Trotz manch einer Änderung im Programm meisterte Westhofen auch dieses Jahr wieder die musikalischen Töne und zog die Menge in den Bann. Auf insgesamt zwei Bühnen, sowohl an der Seebachquelle als auch im Park, wurde das vielfältige Musikprogramm präsentiert und hielt für jeden Geschmack etwas bereit. Trotz des teils sehr warmen Sommerwetters präsentierten sich die Besucher bei bester Stimmung und füllten schon nach kürzester Zeit die Bänke und Tische um sie herum, sodass sogar schon bald Nachschub kommen musste. Stets gab es neue Überraschungen im Programm mit Bands und Solo-Musikern der unterschiedlichsten Art und Genre, die beinahe im fliegenden Wechsel das Publikum von sich überzeugen konnten.

Die Vorrunde bildete am Freitag Sänger Richard Herfeld mit Musik der 1920er Jahre noch vor der offiziellen Eröffnung und gab einen Vorgeschmack auf die nächsten zwei Tage. Bereits am Samstag trat dann die erste Änderung auf, die auf die Singer und Songwriter „Aaden“ traf. Damit der Einstieg jedoch nicht musiklos blieb, sprangen sogleich die aus Mainzer Jungs von Good Morning Yesterday ein, die die anfangs noch verwirrte Menge jedoch in Windeseile auf ihre Seite zogen und die Frische der Quelle des Seebachs nutzten. Ebenfalls durch die warmen Temperaturen kämpfte sich schließlich „Halunkenmusik“, die die Menge trotz Wetter mit viel Swing und Tanzmusik erfrischten.

Eine etwas kühlere Prise erfüllte hingegen an Parkbühne die Luft und begrüßte die letzte Band des Sommerabends „Justin Nova Trio“. Die kleine Verspätung wurde ihnen jedoch von den Anwesenden nicht allzu böse genommen. Schlussendlich bewegten sie sich zu der Popmusik der Künstler bei einer entspannten Stimmung und tauchten erneut in die Musikwelt ein.

Der Sonntag begann traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst im Park, an dem sogleich der Chor Sing@Harmony auf der Parkbühne anschloss. Daraufhin folgten sogleich die Songwriter Vincent Mons und Sinu. Den goldenen Abschluss eines begeisternden und gelungenen Wochenendes erlebten die Besucher mit dem Mainzer Duo „Kleingartenanlage“.

Text: Nicole Deibel/ Presseagentur Die Knipser

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