Mühlheim – kleiner Ort, große Geschichte

Foto: Hilal Ünen/ Die Knipser

Am vergangenen Sonntag, den 10. Juni, wurde vom IG Gästeführerverband Südlicher Wonnegau durch Frau Inga May eine Gästeführung durch den historisch trächtigen Stadtteil Osthofen-Mühlheim angeboten.

Zu Beginn dieser historischen Führung erklärte Inga May einiges über die Templer und deren Herkunft. Man erkannte sie an dem weißen Umhang mit einem roten Kreuz. Die Alt-Mühle wurde im 13. Jahrhundert als Mühle der damaligen Templerburg genutzt. Man unterscheidet generell zwischen ober-, und unterschlächtigen Mühlen. Hierbei fällt das Wasser bei der oberschlächtigen Mühle von einem höher gelegenen Ort auf das Mühlenrad, während bei einer unterschlächtigen Mühle das Wasser über die Unterseite des Mühlrades angetrieben wird, wie Herr Ruppert anschaulich an einem eigens angefertigtem Modell verdeutlichte. Bei der Führung durch die Alt-Mühle, die mittlerweile im Besitz von Herrn Christoph Laier ist, wurde neben einer Kuhkapelle auch ein neu eingerichteter Meditationsraum besichtigt. In diesem Raum erzählte Christoph Laier auch einiges über den Buddhismus. Anschließend ging es zur neben gelegenen Neu-Mühle, die zusammen mit der Alt-Mühle den Wasserdurchfluss in einem Verhältnis von 2/3 Alt- und 1/3 Neu-Mühle aufteilte. Die Neu-Mühle, die Eigentum von Herrn Werner Siegel ist, wurde vor allem als Antrieb für die Wollproduktion genutzt, während die Alt-Mühle zuerst Mehl herstellte und später im Zuge der Industrialisierung bei der Möbelherstellung eingesetzt wurde.

Gegen Ende der Führung wurde alle Gäste noch zum Weingut Neuhof des Ehepaars Moellinger zu einem Gruß aus Keller und Küche vom Borntaler Hof und deren Inhaber Benno Lang eingeladen.

Text: Tristan Hassemer /Presseagentur Die Knipser

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