Naturschutz in Gefahr: Der Rhein versinkt im Chaos

Der Rhein an der Rheindürkheimer Promenade. Foto: Katrin Bartmann /Die Knipser

Der Rhein war schon immer ein gern besuchtes Ziel für Spaziergänger, die die Ruhe des Rheins gesucht haben. Derzeit leidet das Naturschutzgebiet jedoch an der Besucherwucht. Mit zahlreichen Grillfeiern und lauten Partys bleibt schließlich nur ein Müllberg als Beweiskraft zurück. Das Parkverbot und die Schranken werden hierbei lediglich ignoriert und vollkommen missachtet. Die lange Linie erstreckt sich von den Schranken bis zum Rummelplatz, an der sich ein Auto nach dem nächsten einreiht.

Viele Bewohner am Rheingebiet zeigen sich recht besorgt über den jetzigen Zustand und das Verhalten der Besucher. Durch das tagtägliche Grillen steige die Brandgefahr nur weiter an und bestärke die andauernde Bedrohung durch die Temperaturen. Die Möglichkeit, den Rhein zu schützen und Hoffnung auf eine Verbesserung hätte man jedoch bereits aufgegeben.

Lediglich Mitarbeiter des Ordnungsamtes scheinen letztendlich hin und wieder den Rhein abzulaufen. Die Ordnungswidrigkeiten scheinen sie jedoch nicht stoppen zu können. Immer wieder müsse das Schloss nach etwaigem Knacken erneuert werden und die Position der Sperrschranke fernab der Kreisstraße stelle derweil keine Hilfe da.

Schließlich führen die vielen Beschwerden zu einer Meidung des Rheins durch die Ortsansässigen. Auch Adolf Kessel stehe der Rücksichtslosigkeit negativ gegenüber. Mehrfach habe er die Stadt um einen besseren Schutz gebeten. Er selbst ersehnt sich diesen Schutz in Form von durchgängiger Überwachung. Ebenfalls wird eingefordert, dass die Schranke durch Pfosten zu ersetzen sei, um den Zugang zu erschweren. Zurzeit stünden jedoch nur intensivere Kontrollen im Kampf gegen die Ordnungswidrigkeiten an.

Text: Nicole Deibel/ Presseagentur Die Knipser

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