Podiumsdiskussion mit Daniel Köbler Die Grünen Wonnegau veranstalteten eine Podiumsdiskussion zu sozialem Wohnungsbau und Vereinbarkeit Familie und Beruf.

(v. l.) Daniel Köbler, Michael Winsemann, Elisabeth Kolb-Noak, Thomas Rahner, Thomas Schuler. Foto: Nadine Blum

Thomas Schuler (Spitzenkandidat Grüne Wonnegau) führte durch die Veranstaltung. Daniel Köbler erläuterte anhand von verschiedenen Folien die Situation in der Wohnraumförderung in Rheinland Pfalz mit den besonderen Schwierigkeiten in diesem Bundesland. Es gibt Landstriche in denen Dörfer veröden, aber auch Ballungsräume mit ständig steigenden Mietpreisen. Grade Mainz hat einen enormen Preisanstieg bei den Mieten in den letzten Jahren erlebt. Hier im Wonnegau kommt diese Entwicklung zur Zeit auch an. In Osthofen zum Beispiel gibt es zur Zeit einen Bauboom. Die Menschen zieht es aus Ballungsräumen auf Land. Die VG liegt voll in diesem Trend. Es gibt gute Bahn- und Straßenverbindungen nach Rhein-Main und Rhein-Neckar. Auf den Folien sieht man, dass im Landkreis kam Geld für sozialen Wohnungsbau ausgegeben wurde. Die abgerufenen Gelder fließen zu einem sehr großen Anteil in die Förderung von Wohneigentum, wie in ländlichen Regionen üblich.

Thomas Rahner spricht für den Kreis, da er als Beigeordneter in die Prozesse dort Einblick hat und erklärt die Schwierigkeiten für den Kreis eine Gesellschaft für Wohnbau zu gründen, dies sei eine Angelegenheit der Gemeinden und schwer auf den Kreis umzulenken. Er erläutert die bisherigen Bemühungen und wird von Elisabeth Kolb-Noak und Michael Winsemann unterstützt, die ihre Sicht von Seiten der Gemeinde darlegen.

In einer anschließenden Fragerunde können die Vier nochmals genauer darlegen welche Probleme sich beim Thema Wohnen auftun. Die Zuschauer wollen wissen warum es nicht mehr wie früher Gemeindehäuser gibt in denen arme Menschen wohnen können oder warum es manchmal so schwierig ist eine geförderte Wohnung zu bekommen. Jeder aus dem Podium hat die Möglichkeit sich zu den Fragen zu äußern. Frau Kolb-Noak erzählt wie schwierig und teuer der Unterhalt des Gemeindehauses in Dittelsheim-Heßloch ist, Herr Köbler ist im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft in Mainz und gibt Einblicke in die Gewinnmöglichkeiten einer solchen Gesellschaft, aber auch in Die eines „normalen“ Bauträgers.

In der Zweiten Runde geht es um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Thema passt gut zum Ersten, da durch die Wohnungskosten gerade junge Familien aufs Land ziehen und in den Städten arbeiten. Durch die längeren Arbeitswege entsteht auch ein längerer Bedarf an Betreuungszeiten für Kinder.

Herr Köbler stelle Teile des neuen Kita-Gesetzes vor und sprach über Problem bei der Betreuungssituation. Er habe selbst 3 Kinder und sieht die Probleme in seinem eigenen Familienumfeld. Eine große Schwierigkeit für alle Referenten ist der Übergang von Kindergarten zur Grundschule. Viele Kindergartenkinder haben die Möglichkeit einer längeren Betreuung und bekommen oft sogar frisch zubereitetes Essen. Zum Übergang in die Grundschule fällt dann oft wichtige Betreuungszeit weg. Weiterhin schildern die Referenten Schwierigkeiten wenn Eltern weniger arbeiten und Kinder dann in eine Teilzeitgruppe wechseln müssen.

Auch hier können wieder Fragen an die Referenten gestellt werden, in diesem Zusammenhang wird nach Inhalten des Kita-Gesetzes oder der Gestaltung von Ferienbetreuung gefragt.
Die Redner nehmen sich auch hier Zeit alle Fragen zu beantworten und es können wieder alle Fragen aus Sicht des Landes, des Kreises und der Ortsgemeinden erläutert und diskutiert werden.
Die Veranstaltung war eine runde Sache, obwohl der Ortsverein sich über mehr Besucher gefreut hätte.

Text: Die Grünen/Bündnis 90