Vergrößerung der Seebachschule durch weitere Container Der Bauausschuss der VG Wonnegau beschloss einstimmig das Container-Provisorium an der Osthofener Grundschule um ein zweites Stockwerk zu erweitern.

Container auf dem Schulhof der Grundschule Seebach werden nun um ein zweites Stockwerk erweitert. Fotos: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Bereits 2015 hatte die Verbandsgemeinde wegen der gestiegenen Schülerzahlen die ersten Container angeschafft und damit vier weitere Klassensäle geschaffen.

Aufgrund der steigenden Schülerzahl beschloss der Bauausschuss nun einstimmig, dem Rat den Vorschlag zu unterbreiten, die bestehende Anlage um 14 Container zu erweitern und somit die Schule mit einem weiteren Stockwerk auszustatten.

Mit zwölf Räumen wurde die Seebachschule in den 1960er-Jahren gebaut und hat sich in den letzten Jahren auf 16 Räume vergrößert. Nach Einschätzung des VG-Bürgermeisters Walter Wagner (CDU) sei bereits jetzt absehbar, dass die Schüleranzahl weiter steigen werde.

In diesem Jahr waren es noch 89 Erstklässler, doch für die kommenden Jahre bis 2022 sind mit bis zu 120 neuen Schülern zu rechnen. Man sei gezwungen zu reagieren, da der geplante Neubau nicht vor dem Sommer 2022 fertig sein werde, so der Verwaltungschef auf Nachfrage von Thomas Blüm (CDU).

Dieser äußerte angesichts der Kosten seine Bedenken, da der Bau der Container einen Betrag von rund 245 000 Euro für sich beanspruchen würde.

Anschließend stimmte das Gremium jedoch einstimmig für die Erweiterung der Seebachschule, auch wenn eventuell durch Brandschutzauflagen eine stolze Summe in Kauf genommen werden muss.

Auch die Otto-Hahn-Schule in Westhofen wurde thematisiert. Der Förderverein plant auf dem dortigen Schulhof eine Fertiggarage aufzustellen, in der Spielmaterial für die Pausen gelagert werden soll. Auch dieser Antrag wurde akzeptiert: Für knapp 10 500 Euro wurde der Auftrag einstimmig an eine Westhofener Firma vergeben.

Vor allem die Abstimmung für die Offenlage des Lärmaktionsplans wurde im Gremium diskutiert. Insbesondere der Wunsch des BUND, alle Gebiete außerhalb von Bebauungen der Verbandsgemeinde zu „ruhigen Gebieten“ auszuweisen, löste Nachfragen aus. Auf Anfrage von Thomas Blüm (CDU) wurde die Definition eines Ruhegebiets diskutiert und darüber gesprochen ob eine solche Zone überhaupt notwendig sei.

Laut VG-Bürgermeister Wagner gebe es keine wirkliche Definition an der man sich orientiert habe.
Nach einer langen Stellungnahme des Landesbetriebes Mobilität (LBM), wurden sämtliche Vorschläge, die die Verbandsgemeinde gemacht hatte, vom LBM abgelehnt. Aufgrund dessen gebe es keine Notwendigkeit für Lärmschutzmaßnahmen wie zum Beispiel einen anderen Asphaltbelag oder gar eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A 61.

Hier vernahmen die Ratsmitglieder, dass eine Reduzierung des Tempos von 130 auf 100 Stundenkilometer nur eine Lärmminderung um 1,3 Dezibel bringe. Dies sei für das menschliche Ohr gar nicht wahrnehmbar.

Schlussendlich wurde einstimmig für die Abschiebung der Pläne gestimmt.

Text: Eva Kröning/ Presseagentur Die Knipser

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