Viele Diskussionen um die neue Turnhalle Gedenken an Hans-Hermann Seelig

Die Hausanschlüsse in der Weichsel- und in der Goldbergstr. werden erneuert. Außerdem wird das Abwasserrohr getauscht von der Dr.-Hans-Böckler-Stra. bis in die Friedrich-August-von-Pauli-Straße. Fotos: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Am Montag, dem 19. März, fand im Sitzungsaal der VG Wonnegau, Am Schneller 3 in Osthofen die 17. Verbandsgemeinderats-Sitzung der laufenden Legislaturperiode an. Bevor die Ratsmitglieder jedoch mit der Tagesordnung einstiegen, rief Walter Wagner zur Erinnerung an den verstorbenen Hans-Hermann Seelig noch zu einer Schweigeminute auf, um dem engagierten Politiker zu gedenken.

Danach konnte die Sitzung beginnen. In TOP 1 hießen die Ratsmitglieder mit Willy Nolte ein neues Ratsmitglied in ihren Reihen willkommen. Nachdem er feierlich begrüßt wurde, war auch schnell klar, weshalb er vor allem in die neue Rolle „gesprungen“ war. Hans-Herrmann Seelig hatte in den Ausschüssen viele Ämter bekleidet, die nun neu befüllt werden mussten. Willy Nolte wird Seelig in vielen Ämtern ablösen, um damit den Verlust zu kompensieren.

Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Nachdem in TOP 3 erklärt wurde, dass zur Ausweisung von neuem Bauland eine Ausgleichsfläche in Naturräumen gekauft werden muss, ging es im vierten Tages-Ordnungs-Punkt endlich ans Eingemachte. Hier ging es um den Bau der neuen Turnhalle in Osthofen auf dem Festplatz. Wagner erklärte zunächst, dass die VG Wonnegau nur bereit ist zwei Trainingseinheiten zu bezahlen, aber bereit wäre, diese um eine dritte Einheit zu erweitern, wenn Osthofen diese braucht und es schafft einen oder mehrere zu finden, die den Bau einer dritten Trainingseinheit finanziell übernehmen würden. Um die Notwendigkeit zu prüfen, schrieb der VG-Bürgermeister die betreffenden Vereine und Schulen an. In der anschließenden Diskussion waren Pro- und Contra-Stimmen zu hören. Zu allererst sprach sich der osthofener Stadtbürgermeister Thomas Goller im Namen der SPD dafür aus, die Halle auf drei Felder zu erweitern. Mehrere Ratsmitglieder schlossen sich ihm an. Die Freie Wählergemeinschaft sprach sich zwar für die dritte Einheit aus, sahen aber auch, dass sich die VG Wonnegau an die Ist-Zahlen halten müsse.
Grund für die neue Sporthalle ist die neue 5-zügige Grundschule die ebenfalls auf dem Festplatz gebaut werden soll. Die Sporthalle solle für 20 Klassen – 4 Klassenstufen á 5 Klassen reichen, weshalb die VG Wonnegau keine weitere Übungseinheit übernehmen will. Die Stadt Osthofen sieht allerdings, dass sich die Stadt vergrößert und in wenigen Jahren womöglich schon eine 6-zügige Grundschule gebraucht wird. Spätestens dann wären zwei, statt drei Felder sehr wenig für die Anzahl von Schülern.

In TOP 5 ging es um die Abwasserbeseitigung in Osthofen. Der VG-Rat beschloss einstimmig, dass die Firma Tas & Balic GmbH aus Kirchheimbolanden den Auftrag erhält, die Hausanschlüsse in der Weichsel- und in der Goldbergstraße, zwischen der Thomas-Mann-Straße und dem Wendelin-Weißheimer-Platz, für 116.438,42 € zu erneuern. Außerdem ist das aktuelle Abwasserrohr, das von der Dr.-Hans-Böckler-Straße bis in die Friedrich-August-von-Pauli-Straße verlegt wurde, beschädigt und zu klein ist. Die Tatsachen zwingen das Wasserwerk dazu das Rohr in ein größeres auszutauschen. Die Erneuerungen werden die VG etwa 130.000 Euro kosten.

Als nächstes berichtete Walter Wagner, dass die aktuelle Software auf den Computern der Verwaltung zu alt wäre. Für die neuen Terminalserverlizenzen der Comparex AG wird die VG Wonnegau 16.667,75 Euro in die Hand nehmen.

Foto: Jannik Reinecke/ Die Knipser

Da kurz vor der Einwohnerfragestunde fast alle Zuhörer weggegangen waren (bis einschließlich TOP 5 waren noch acht Einwohner da), wurde der Punkt schnell abgehackt, sodass Herr Wagner die Mitteilungen und Anfragen vorlesen konnte. Zunächst lobte er, dass beim Thema „Flüchtlinge“ die Kooperation mit der Caritas die richtige Entscheidung war. Dies machte er an einem Beispiel fest: Vor etwa drei Wochen brannte es in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Printhaus, die danach unbewohnbar war. Trotz eines Freitags, an dem die Mitarbeiter eigentlich frei gehabt hätten, setzte sich die Caritas dafür ein, dass noch am selben Tag um 19 Uhr alle Flüchtlinge eine Unterkunft erhielten. Außerdem verkündete Wagner fröhlich, dass die Anzahl der Bauanträge im letzten Jahr stark gestiegen sind.

Text: Bjarne Dimmler/ Presseagentur Die Knipser

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