Virtuelle Realität im Nibelungenmuseum Virtual-Reality Station erweitert museumspädagogisches Angebot

Schüler der Museums-AG der Pfrimmtal Realschule Plus und v.l.n.r. Jens Thiele, Ulrike Breitwieser, Sascha Keuchel (Hochschule), Hans-Joachim Kosubek, Professor Alexander Wiebel, Isabell Schärf-Miehe (Museumspädagogik) Foto: Bernward Bertram

Einmal ins Mittelalter die Entstehungszeit des Nibelungenliedes reisen, ist ab sofort im Nibelungenmuseum kein Problem. Eine Virtual-Reality-Station ergänzt dort das museumspädagogische Angebot von „Museum live“. Die Virtual-Reality-Technik entführt die Spieler unter anderem zu einer Feldschlacht beim Spectaculum, dem Wormser Mittelaltermarkt. An jedem ersten und dritten Freitag im Monat ist die Station zudem kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich.

Schüler der Museums-AG der Pfrimmtal Realschule Plus waren die ersten, die die neue Virtual-Reality-Station am Mittwoch, 6. Februar, im Mythenlabor des Nibelungenmuseums ausprobieren
durften. „Dieses moderne Angebot ergänzt die multimediale Ausrichtung des Hauses sehr gut und begeistert die Nutzer“,so Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, indessen Zuständigkeitsbereich die Wormser Museen fallen. „Durch die neue Herangehensweise an geschichtliche Inhalte macht das Lernen Spaß“, ergänzt Ulrike Breitwieser, Verwaltungsleiterin des Nibelungenmuseums. Auch die Schüler der Museums-AG bestätigen diese Aussagen: Von anfänglichen Berührungsängsten aufgrund der noch unbekannten Technik war schnell nichts mehr zu spüren. Eine Virtual-Reality-Brille mit integrierten Kopfhörern und eine Fernbedienung, die die eigenen Bewegungen in die virtuelle Welt überträgt, versetzte die Jungen und Mädchen unter anderem  virtuell  ins  Mittelalter.  Außerdem  standen  sie beispielsweise auch bei Veranstaltungen wie „Worms: Jazz & Joy“ oder den Nibelungen-Festspielen mit den Stars und Schauspielern auf der Bühne.

Unterstützung bei Einrichtung der Station

Die Aufnahmen, die beim Spielen zu sehen sind, entstanden im Rahmen der Entwicklung  der  Spiele-App  „schaz“ durch die Hochschule Worms. Diese unterstützte das Team des Museums auch   bei der technischen Umsetzung vor Ort. „Wir freuen uns,

dass die VR-Station jetzt auch dauerhaft zu sehen ist“, sagt Professor  Alexander Wiebel von der Hochschule Worms. Auch Jens Thiele, Prokurist der Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG),die im Vorfeld des Rheinland-Pfalz-Tages 2018 eng mit der Hochschule  an  der Entwicklung der Spiele-App gearbeitet hat, freut sich über die nachhaltige Nutzung: „Hier zeigt sich die gute Zusammenarbeit von Nibelungenmuseum, KVG, Stadt Worms und Hochschule Worms.“Die  für  eine dauerhafte Einrichtung  der Station benötigte Hardware wird von der KVG  zur Verfügung gestellt.

Station auch für die Öffentlichkeit zugänglich

Nicht nur die Schüler der Museums-AG, die einmal in der Woche das Nibelungenmuseum besuchen, können das neue Angebot nutzen. An jedem ersten und dritten Freitag im Monat ist die Station von 14 bis 17 Uhr kostenlos zugänglich. Dann können sich alle Interessierten auf eine spannende Reise in eine andere Welt begeben.

 Text: Anne Klappert

 

 

 

 

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