Wenn das Herz außer Takt gerät Klinikum Worms: Herzexperten informieren rund um die Volkskrankheit „Vorhofflimmern“ am 7. November ab 18 Uhr in der Personalcafeteria

Herzkatheteruntersuchung im Klinikum Worms.

Vorhofflimmern kann tückisch sein – denn über die Hälfte der davon Betroffenen merken nicht, dass ihr Herz nicht mehr regelmäßig und häufig auch deutlich schneller schlägt. Doch was genau ist Vorhofflimmern eigentlich? Wie kann ich es erkennen und vor allem erfolgreich behandeln? Antworten auf diese Fragen geben Herzexperten am Mittwoch, dem 7. November, von 18 bis 19.30 Uhr in der Personalcafeteria des Wormser Klinikums. Im Rahmen der diesjährigen Herzwochen informieren Prof. Dr. Jens Jung, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie und der niedergelassene Kardiologie Dr. Hans-Jürgen Rudolf über die bedrohliche Volkskrankheit Vorhofflimmern.

Deutschlandweit sind nach Angaben der Deutschen Herzstiftung rund 1,8 Millionen Menschen von dieser Herzrhythmusstörung betroffen, die unbemerkt und unbehandelt lebensbedrohlich werden kann, wie Prof. Dr. Jung erklärt: „Bei einem Vorhofflimmern kommt es zu einem unregelmäßigen Herzschlag, der die Bildung von Blutgerinnseln zur Folge haben kann. Werden diese ausgeschwemmt und gelangen über den Blutkreislauf in den Kopf, werden Hirngefäße verstopft. Ein Schlaganfall ist die Folge“. Außerdem kann ein länger bestehendes Vorhofflimmern zu einer Herzschwäche führen. „Es ist daher sehr wichtig, ein Vorhofflimmern rechtzeitig zu erkennen und auch zu behandeln“, weiß der Herzexperte.

Dr. Rudolf widmet sich in seinem Fachvortrag zunächst den Fragen, welche Beschwerden bei dieser Herzrhythmusstörung überhaupt auftreten, wie diese erkannt werden können, ob es bestimmte Risikofaktoren für die Entstehung dieser Erkrankung gibt und was jeder selbst tun kann, um sich vor Vorhofflimmern und seinen Komplikationen zu schützen. Außerdem berichtet er, warum gerinnungshemmende Mittel – also „Blutverdünner“ zur Vorbeugung eines Schlaganfalls wichtig sind.

Im Anschluss klärt Prof. Dr. Jung über Therapiemöglichkeiten bei Vorhofflimmern auf. „Wird die Herzrhythmusstörung zeitnah erkannt, können bestimmte Medikamente oder ein so genannter ‚Elektroschock‘ helfen. Außerdem besteht die Möglichkeit das für das Vorhofflimmern verantwortliche Herzgewebe im Herzkatheterlabor zu veröden“. Bei bereits länger bestehenden Beschwerden ist es zwar schwieriger, den normalem Herzrhythmus wiederherzustellen, „aber auch hier existieren erfolgsversprechende Therapieansätze“, so der Herzspezialist.

Im Anschluss stehen die beiden Fachärzte für Fragen der Besucher zur Verfügung.

Text: Heu

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