Wormatia steht nach Zittersieg im Verbandspokalhalbfinale

Gegen die TSG Pfeddersheim tat sich der favorisierte Regionalligist lange schwer. Fotos: Mirco Metzler/ Die Knipser

Haben Sie das DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Rödinghausen und dem FC Bayern gesehen? Ähnlich souverän wie der Deutsche Meister setzte sich Regionalligist Wormatia Worms gegen den Oberligisten TSG Pfeddersheim durch. Vor 960 Zuschauern konnten die Favoriten nach 120 Minuten das Weiterkommen feiern.

Beide Mannschaften kämpften um den Halbfinaleinzug im Verbandspokal.

Der vermeintliche Underdog Pfeddersheim konnte der Jones-Truppe lange Paroli bieten. Den Klassenunterschied merkte man der Heimmannschaft nicht an. Das Spiel, welches nur schleppend voranging, wurde in der Anfangsphase durch den Ballbesitz der Pfeddersheimer geprägt. Dabei stellten sie die Wormaten sogar vor starke Probleme. Richtig gefährlich wurde es aber erst um die 30. Minute, als die Regionalligisten den Druck auf das Pfeddersheimer Tor erhöhten. Nach mehreren Annäherungen an das Tor hatten die Pfeddersheimer Glück, dass Burgio den Ball nach einer flachen Hereingabe von Dorow aus fünf Metern nicht im Tor unterbringen konnte. Stattdessen wehrte der Pfeddersheimer Abwehrspieler für den bereits geschlagenen Torwart Stofleth den Schuss auf der Linie ab, sodass es weiter 0:0 stand. Nachdem die Wormser die erste Halbzeit mit ihrer Drangphase beendeten, ging es mit dem torlosen Unentschieden in die Pause.

Die zweite Halbzeit der regulären Spielzeit ging für die Gäste gut los. Nach einer Flanke, konnte Stürmer Ferfelis (55.) die Führung per Kopf erzielen. Zuvor hatten die Wormatia-Spieler so weitergemacht, wie zum Ende der ersten Halbzeit. Danach startete ein offener Schlagabtausch zwischen dem Oberligisten und dem Regionalligisten. Die Pfeddersheimer kämpften immer weiter, sodass sie schon bald zu einer riesen Chance kamen, die nur durch die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten egalisiert wurde. Kaster, die Nummer Zehn der Hausherren, flankte den Ball von der Torauslinie in die Strafraummitte, wo der Kollege mit dem Kopf das vermeintliche 1:1 machte. Der Ball war – leider für die TSG-Anhänger, auch wenn es sich nur um Millimeter handelte – bereits außerhalb des Spielfeldes, was für Pfeddersheim bedeutete, weiterhin der Gästeführung hinterherzulaufen. Je näher die Uhr in Richtung 90. Minute tickte, desto mehr erhöhten die Pfeddersheimer den Druck auf das gegnerische Tor. In der 87. Minute war Kikutani dann zur Stelle und konnte das Leder aus wenigen Metern ins Tor der Wormatia schießen. Wer sich bereits freute, bei den kalten Temperaturen nach Hause zu können, ärgerte sich vielleicht, doch die Anhänger der Pfeddersheimer freuten sich mit ihrer Mannschaft.

Mit dem 1:1 ging es in die Verlängerung, in der der eingewechselte Leon Volz (97.) nach einem Konter den entscheidenden Treffer markieren konnte. Im Anschluss spielten die Gäste auf Zeit, lagen in den letzten zwanzig Minuten mindestens fünf auf dem Boden und ließen sich bei jedem Abstoß, bei jedem Einwurf, bei jedem Eckstoß und bei jedem Freistoß besonders viel Zeit. Dass der Favorit zu solchen Handlungen greifen muss, ist auch ein Kompliment für den Außenseiter, der mit seinem Fußball die Wormatia-Abwehr vor Probleme stellte. Die Pfeddersheimer kämpften bis zum Schluss, doch konnten den Ausgleich nicht mehr erzielen, mit dem sie ins Elfmeterschießen weitergekommen wären.

Mit dem 1:2 (0:0) n. V. zieht der VfR Wormatia Worms in das Halbfinale des Verbandspokals ein. Der Gegner wird nach dem 14. November ausgelost, an dem der TSV Gau-Odernheim auf die Roten Teufel des 1. FC Kaiserslautern trifft. Aus Sicherheitsgründen wird das Spiel nicht in Gau-Odernheim stattfinden, sondern in der EWR-Arena in Worms. In der heimischen Arena kann die Wormatia dann den nächsten möglichen Gegner einstudieren.

Text: Bjarne Dimmler /Presseagentur Die Knipser

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